Welche Aufgaben hat der Turm?

Die flächendeckende Versorgung mit Telefonen in den siebziger Jahren sowie die frühen A- und B-Mobilnetze führen zu einem Übertragungsengpass, weil die Verlegung neuer Fernmeldekabel nicht schnell genug erfolgen kann. Daher wird der Nürnberger Turm als reiner Fernmeldeturm mit der Aufgabe geplant, per Richtfunk Telefongespräche, Telexnachrichten sowie Daten des Rheinfunkdienstes und des Europäischen Funkrufdienstes zu übertragen.

Die Rundfunkversorgung übernimmt für die ARD der Sender Dillberg, für ZDF und das 3. Programm des Bayrischen Rundfunks der Sender auf dem Heidenberg bei Schwabach. Erst mit der Einrichtung privater Sender ab 1986 sendet der Nürnberger Turm auch Hörfunk und Fernsehen. Bei der Planung des Turms war die Prognose, dass bis zu 50 Richtfunkantennen nötig werden, damit werden 130.000 Telefongespräche gleichzeitig möglich. De facto trägt er in seiner Hochzeit 30.

Durch den Ausbau des Kabelnetzes, die Erhöhung der Kabelkapazitäten und die Umstellung auf digitale Technik ist er heute deutlich überdimensioniert, sichert aber die Übertragungswege und trägt jetzt neben dem Dillberg die Sender für das digitale Fernsehen.